Maria Sibylla
Merian Maria
Sibylla Merian
1647-1717
Malerin Kupferstecherin und Naturforscherin
* 02. April 1647 in Frankfurt am Main
+ 13. Januar 1717 in Amsterdam
Konfession: evangelisch
Maria Sibylla Merian entwickelte
sich schon früh zu einer eigenständigen Forscher- und Künstlerpersönlichkeit. Mit etwa
15 Jahren begann sie mit großer Geduld Seidenraupen zu züchten und deren Leben und
Entwicklung genau zu beobachten. 1679 erschien darüber ihr erstes Buch: »Der Raupen
wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumen-Nahrung« mit 50 Kupferstichen und etwa 110
Textseiten.
Zu dieser Zeit lebte sie mit ihrem Mann in Nürnberg; von ihm trennte sie sich
1682. Den Namen Merian hatte sie selbstbewusst immer beibehalten. Ab 1685 war sie in den
Niederlanden tätig, und 1699 brach sie nach Surinam (Südamerika) auf, wo sie fast zwei
Jahre lang blieb und Studien für ihr 1705 veröffentlichtes Hauptwerk »Metamorphosis
insectorum Surinamensis« betrieb. Ihre realistischen Insekten- und Blumenbilder sind von
hohem wissenschaftlichem und künstlerischem Wert und ein entscheidender Schritt von einer
dilettierenden Beschäftigung mit dem Material zu einer naturwissenschaftlich exakten
Botanik und Zoologie. Obwohl Maria Sibylla Merian eine in ganz Europa berühmte Malerin
und Naturforscherin war, starb sie 1717 verarmt in Amsterdam.
Quelle: "-", www.wissen.de
Bildvorlage: Radierung von Johann Rudolf Schellenberg
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