| Die Köpfe der 2 DM Münze Dargestellt und eingeprägt sind Politiker [und ein Physiker] der letzten 50 Jahre, die sich in ihrem Schaffen besonders hervorgetan haben...
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Erhard
Ludwig Politiker der CDU * Fürth 4.2. 1897 + Bonn 5.5. 1977 war 1928-42 am Institut für Industrieforschung in Nürnberg tätig, befasste sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mit Fragen der Wirtschafts- und Finanzentwicklung Deutschlands nach dem Kriege. Nach dem deutschen Zusammenbruch war er 1945-46 bayerischer Wirtschaftsminister, 1948-49 Direktor der Wirtschaftsverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, erklärte am Tag der Währungsreform (20.6. 1948) gegen den Widerstand der Besatzungsmächte das Ende der Zwangswirtschaft. Er setzte das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft durch, wobei er sich besonders gegen Wettbewerbsbeschränkungen durch Kartelle und Monopole wandte. Der von ihm geleitete Aufschwung begründete seinen Ruf als »Vater des Wirtschaftswunders«. Und diese Zigarre, oh mann... |
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Heuss
Theodor Politiker und Schriftsteller * Brackenheim bei Heilbronn 31.1. 1884 + Stuttgart 12.12. 1963 Anfänglich Journalist und Dozent für Politik, dann, nach dem deutschen Zusammenbruch (Mai 1945), war er 1945-46 Kultusminister von Württemberg-Baden. 1948-49 Vorsitzender der FDP. Im Parlamentarischen Rat (1948-49) wirkte er führend an der Ausarbeitung des Grundgesetzes mit. Als erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1949-59) prägte Heuss stark die Konturen dieses Amts. |
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Max
Planck Physiker * Kiel 23.4.1858 + Göttingen 4.10. 1947 Einer der bedeutendsten Physiker des 19./20.Jahrhunderts. Seine Hauptarbeitsgebiete waren: Strahlungstheorie und Thermodynamik. Damit begründete Planck die Quantentheorie und revolutionierte die klassische Physik. 1918 erhielt er den Nobelpreis für Physik. |
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Kurt
Schumacher Politiker * Culm (Westpreußen) 13.10.1895 + Bonn 20.08.1952 Schumacher verlor als Kriegsfreiwilliger im 1.Weltkrieg einen Arm; er studierte Jura und Nationalökonomie. 1918 wurde er Mitglied des Berliner Arbeiter- und Soldatenrates. 1920-24 war er Redakteur der sozialdemokratischen »Schwäbischen Tagwacht« in Stuttgart, 1924-31 SPD-Landtagsabgeordneter in Württemberg. Seit 1930 Mitglied des Reichstags, gehörte Schumacher zu den SPD-Politikern, die den konsequenten Kampf gegen den Nationalsozialismus mit einer geistigen und organisatorischen Erneuerung der SPD verbinden wollten. Von 1933 bis 1943 und nochmals 1944 war Schumacher in KZ-Haft. Noch vor dem Kriegsende am 8.Mai 1945 begann er von Hannover aus mit dem Wiederaufbau der SPD und wurde rasch deren führender Politiker in den westlichen Besatzungszonen. Er widersetzte sich mit aller Schärfe der nun von vielen Sozialdemokraten gestellten Forderung nach Vereinigung mit der KPD. Im Mai 1946 wurde er zum Vorsitzenden der SPD gewählt. Trotz seiner schweren Erkrankung infolge der KZ-Haft im Dritten Reich u.a. musste ihm ein Bein abgenommen werden widmete sich Schumacher mit großer Energie und Leidenschaft der politischen Arbeit und wurde neben seinem erfolgreicheren Gegenspieler Konrad Adenauer der profilierteste deutsche Politiker der Nachkriegszeit. Seine Hoffnung, ja Gewissheit, dass die SPD die führende Rolle in der deutschen Nachkriegspolitik übernehmen werde, erfüllte sich aufgrund der Wahlergebnisse nicht. So wurde Schumacher 1949 der erste Oppositionsführer des Deutschen Bundestages. Er lehnte Adenauers Politik der Westintegration ab, weil er befürchtete, dass durch sie die Wiedervereinigung Deutschlands für lange Zeit verhindert werden würde. [Quelle: Brockhaus 1999] . |
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Franz
Joseph Strauß Politiker * München 6.9. 1915 + Regensburg 3.10. 1988 Als Verteidigungsminister (1956-62) leitete er die entscheidende Aufbauphase der Bundeswehr. Rücktritt wegen der »Spiegelaffäre«; seit 1961 Landesvorsitzender der CSU in Bayern, 1963-66 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU im Bundestag; 1966-69 Bundesfinanzminister, 1971-78 wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, ab 1978 Ministerpräsident von Bayern; Ziegte sehr viel Eigeninitiative, fast schon eigenbrödlerisch... und starb auf der Jagd in Regensburg. |
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Konrad
Adenauer Politiker * Köln 05.01.1876 + Rhöndorf 19.04.1967 Erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde der Präsident des Parlamentarischen Rates und Vorsitzende der CDU Konrad Adenauer. Juristisches und volkswirtschaftliches Studium in Köln. 1906 trat er dem Zentrum bei, 1908 wurde er Beigeordneter der Stadt Köln und war dort von 1917 bis 1933 Oberbürgermeister. In der Zeit der Weimarer Republik trat er während des deutsch-französischen Konfliktes anlässlich der Ruhrbesetzung für einen von Preußen losgelösten rheinischen Teilstaat innerhalb des Deutschen Reiches, aber in Anlehnung an Frankreich ein, um zur Entschärfung der Gegensätze beizutragen. Von den Nationalsozialisten wurde Adenauer aus allen Ämtern entlassen; nach dem 20.Juli 1944 war er für einige Monate inhaftiert. Nach dem Krieg setzte ihn die amerikanische Militärverwaltung wieder als Kölner Oberbürgermeister ein, die britische Militärverwaltung entließ ihn aber bald wieder »wegen Unfähigkeit«. Parteipolitisch aktiv wurde Adenauer in der neu gegründeten CDU, in der er schnell Führungsfunktionen übernahm. 1946 wurde er zum Vorsitzenden der CDU der britischen Zone gewählt, 1950 bis 1966 war er Bundesvorsitzender der Partei. Am 1.September 1948 wählte ihn der Parlamentarische Rat zu seinem Präsidenten. Mit nur einer Stimme Mehrheit erreichte Adenauer am 15.September 1949 seine Wahl zum ersten Bundeskanzler, ein Amt, das er bis 1963 behielt. Dreimal, 1953, 1957 und 1961, gewann die CDU/CSU mit ihm die Bundestagswahlen, jedes Mal mit deutlichem Abstand vor der SPD, 1957 errang sie sogar knapp die absolute Mehrheit. Zu den großen Leistungen Adenauers gehörten die Wiederaufnahme der Gespräche mit Repräsentanten des neuen Staates Israel, das Bekenntnis zur Wiedergutmachung und vor allem die Aussöhnung mit Frankreich. Der am 22.Januar 1963 in Paris unterzeichnete Elysee-Vertrag (Deutsch-Französischer Vertrag) begründete eine enge Zusammenarbeit auf allen Gebieten. Bei seinem Besuch in Moskau 1955 erreichte Adenauer die Rückkehr der bisher noch festgehaltenen rund 10000 deutschen Kriegsgefangenen und akzeptierte die von der Sowjetunion gewünschte Aufnahme diplomatischer Beziehungen. . |
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