Hafenkran

oder die Sache mit dem Haken

Wir schreiben den 02. November 2004.

Es ist früh am Morgen. Genauer gesagt 4.20 Uhr. Jochen säuselt sanft Eva-Maria ins Ohr "Willst Du mit mir eine Reise machen?" Natürlich will sie! Die Reisetasche ist schon gepackt. Mit der U-Bahn, dem ICE geht es nach Duisburg...
...und dann weiter nach Harlingen Haven. Dort ist ein Leuchtturm, sind Schiffe, ist ein Kran... was will man tun?

Harlingen Hafen

In Harlingen ist für Eva-Maria noch nicht so ganz klar, was wir hier sollen... Eine Dame kommt und sperrt den Kran auf. Die Ahnungslose denkt an eine Besichtigung. Als sie aber mit dem (spektakulären) Aufzug oben ankommt, wird ihr klar: der wohnlich ausgebaute Kran wird unser Übernachtungsquartier!

Der Hafenkran - unsere Herberge

Wir erkunden unser "Spielzeug", drücken am digitalen Lichtschaltpult herum und freuen uns über das wechselnde Fabspiel in Dusche und Toilette, lassen den Kran zwei Runden drehen und genießen die Rundumsicht, brühen uns leckeren Tee auf und lassen uns in den Ledersesseln nieder, schauen den Schiffen im Hafen beim Ein- und Ausfahren zu...

Im Inneren des Krans

Nach der langen Zugreise (10 Stunden) machen sich sehr bald unsere Mägen bemerkbar. Jochen überreicht daher Eva-Maria einen "friesisch essen gehen"-Hinweis und die beiden landen kurz darauf in dem Exquisiten-Gourmet-Restaurant "de Gastronom". Es ist Nebensaison und das Schwabenschnäpple lautet: 7 Gänge zum Preis von 5! Viel Fisch, filigrane Deko und ganz viel Zeit machen den Abend zu einem Erlebnis. War das alles?
Zurück geht es durch die verwinkelten Gäßchen, über Brücken und entlang alter Lastkähne zu unserem Kran. Wir drehen ihn in die Abendstellung mit Blick aufs Meer. Nach einem Tässchen Tee fragt Jochen "Willst Du mit mir auf Lebensreise gehen?" Da kann Eva-Maria ja nur JA sagen!
Vor lauter Glück und Romantik (vielleicht war es auch mit die Verdauung) schliefen wir gleich ein, obwohl wir noch so viel vorhatten...

Am Drehpult

Am nächsten Morgen geht Jochen wieder an den Drehschalter: ja, wir sind nun einge-hakt. Das Frühstück kam bereits um 8.00 Uhr mit dem Aufzug.

Das üppige Frühstück

So ein leckeres holländisches Frühstück nach dem bejahten Heiratsantrag ist wirklich sehr zu empfehlen.

Um 12 Uhr, am Mittwoch den 03.November 2005, hieß es dann leider auch wieder: zurück nach München! Die Nebelhörner der Schiffe hören wir noch lange bei der Abfahrt mit dem Bummel-Bähnle erschallen. Um 23.30 waren wir wieder zuhause und hatten schon auf der Zugfahrt das weitere Vorgehen auf unserer Lebensreise ausgeheckt...

Wenn sich jemand für den Kran interessiert und nicht nur für uns, hier die Adresse: Harlinger Hafenkran